
Nach Monaten im Unsichtbaren ist die Detektei Laufental am 1.-Mai-Markt erstmals an die Oberfläche gekommen. Fast wie ein U-Boot, das die ganze Zeit schon da war, nur knapp unter der Wasserlinie.
Dabei hatte die Detektei, die im Laufental nach Potenzialen fahndet, längst sichtbare Spuren ausgelegt. Ein Büro im vielleicht schönsten Schaufenster des Laufentals. Darin: eine lange Schriftrolle, die über Nacht weiterwächst, ein geheimnisvoller Koffer und ein Firmenschild mit einem schwarz-weissen Logo: Hut, runde Brille, hochgestellter Kragen.
Lange blieb auch Jonas Lenz Teil dieser Inszenierung. Ein Konterfei ohne Gesicht. Eine Figur ohne Auftritt. Ein Gerücht mit Schaufenster.
Inzwischen ist klar: Lenz existiert tatsächlich. Er bewegt sich durchs Tal, fährt einen Piaggio Ape 50, trägt weisses Hemd, schwarzes Gilet, Nickel-Brille und neuerdings einen schwarzen Traveller-Hut. Je länger das Projekt dauert, desto stärker verschmelzen Figur und Logo miteinander. Manchmal scheint es fast, als habe sich das Signet selbständig gemacht und sei aus dem Schaufenster gestiegen.
Auf seinen Fahrten durchs Tal merkt Lenz zunehmend, dass die Detektei angekommen ist. Immer häufiger wird er angesprochen. Menschen haben einen Blogbeitrag gelesen, die Ape gesehen oder von einem Nachbarn von der Detektei gehört. Aus Gesprächen entstehen neue Spuren.
Das Laufental erweist sich als erstaunlich ergiebiger Tatort für positive Ermittlungen. Die Ermittlungsphase dauert nur noch bis Ende September. Wer eine Geschichte kennt, die gehoben werden sollte, oder ein verborgenes Potenzial vermutet, tut gut daran, sich rechtzeitig zu melden. Erfahrungsgemäss kommen die besten Hinweise, kurz bevor der Fall abgeschlossen scheint.
Mehr dazu im Wochenblatt vom 25. Juni 2026.

