Der Keller unter Angenstein

Schlosskeller Vereinslokal Fischer

Auf dem Weg zum Schloss Angenstein stösst man rechterhand auf ein braunes Kellertor. Ein Mann fegt mit einem grossen Reisbesen das restliche Herbstlaub vom Vorplatz. Ein Lindauerli zwischen den Lippen, eine blau-graue Snap Cap auf dem Kopf. «Fredi Gloor, Kellerwart», stellt er sich vor und öffnet das Tor zum Gewölbekeller.

Der Keller gehört nicht zum Schloss. Vermutlich wurde er im 19. Jahrhundert als Ökonomiegebäude des benachbarten Bauernhofs errichtet und diente lange Zeit als Pferdestall. Seit 1951 gehören Schloss und Hofgut Angenstein dem Kanton Basel-Stadt. Die Scheune, die einst über dem Keller stand und sich dort befand, wo heute die Aussichtsterrasse liegt, brannte 1956 nieder und wurde nicht wieder aufgebaut. Der schöne Gewölbekeller wurde daraufhin zum «Rungglechäller» degradiert.

Seit 1974 pachtet der Fischerverein mit seinen rund 150 aktiven Mitgliedern den Keller. Bei der Übernahme befand er sich in einem erbärmlichen Zustand, weshalb ihn der Verein vollständig aushöhlte und sorgfältig renovierte.

Jonas erkundigt sich nach den Mietkonditionen. «200 Franken, inklusive Getränkebezug», sagt Fredi. «Platz für 45 Personen, eine Küche mit allem Drum und Dran – sogar mit Geschirrspüler. Und die Getränke kommen direkt vom Kellerwart.» Eine Location mit Potential.

https://fv-aesch.ch/vereinslokal/

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